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Musikerglossar Musiklexikon
Begriff: Kirchentonarten
Erklaerung: Mittelalterliche diatonische Tonreihen, die sich nur der Töne c, d, e, f, g, a und h bedienen. Basiert die Tonreihe auf dem Grundton c (also c-c1), so wird sie als ionische Kirchentonart bezeichnet (entspricht C-Dur). Die Anordnung von Ganztonschritten (GT) und Halbtonschritten (HT) ist hier wie folgt: GT, GT, HT, GT, GT, GT, HT. Basiert die Tonreihe auf dem Grundton d (also d-d1), so wird sie als dorische Kirchentonart bezeichnet. Bei der dorischen Kirchentonart sind also die Halbtonschritte gegenüber der ionischen Kirchentonart verschoben. Es ergibt sich die Folge: GT, HT, GT, GT, GT, HT, GT. Es ergeben sich folgende weiteren Kirchentonarten, indem man die restlichen Töne der Tonreihe als Grundtöne verwendet: Phrygisch (e-e1), lydisch (f-f1), mixolydisch (g-g1), äolisch (a-a1) und lokrisch (h-h1). Die äolische Kirchentonart entspricht hierbei A-Moll, der Paralleltonart zur (ionischen) C-Dur. Zu diesen authentischen oder Hauptleitern kommt noch je eine plagale oder Seitentonart hinzu (reichen jeweils von Unterquart bis zur Oberquint): A-a (hypodorisch), H-h (hypophrygisch) usw. Der Finalton bleibt derselbe (dorisch d, phrygisch e usw.).
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