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Begriff: Schrammelmusik
Erklaerung: Nach den Brüdern Johann (1850-1893) und Josef (1852-1895) Schrammel benannte volkstümliche Musikrichtung aus Wien. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass in kleinen Besetzungen (Terzett oder Quartett) unter Verwendung von Violinen, Gitarre, Klarinette und Ziehharmonika musiziert wird. Beide Schrammel-Brüder waren studierte Violonisten, wobei Johann zuerst als Orchestermusiker tätig war, während Josef schon früh sein Einkommen als Volksmusiker in Heurigen-Lokalen fand. Nach dem Börsenkrach von 1873 sank das Einkommen von Orchestermusikern weit unter das von Volksmusikern und Josef konnte seinen Bruder 1878 zur Gründung eines Volksmusik-Terzetts in Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Draskovits überreden. 1879 wurde Draskovits durch den damals besten Gitarristen Anton Strohmayer (1848-1937) ersetzt. Am 25. Oktober 1884 stieß Georg Dänzer (1848-1893), der zu seiner Zeit beste Klarinettist und unbestrittene Meister des "picksüßen Hölzls", wie die kleine G-Klarinette liebevoll von den Wienern genannt wurde, zu dem Terzett. Die Schrammeln konnten in dieser Besetzung große Erfolge verbuchen und wurden auch von den Zeitgenossen Johann Strauß und Johannes Brahms sehr geschätzt. Der Zerfall des Schrammeln-Quartetts begann 1891 mit dem Ausscheiden von Georg Dänzer (wg. Erkrankung). Als Ersatz trat Anton Ernst mit seiner Ziehharmonika in das Quartett ein. Mit dieser neuen Besetzung konnten 1892 nochmals große letzte Erfolge bei der internationalen Musik- und Theaterausstellung gefeiert werden. Nachdem aber auch Anton Strohmayer das Ensemble verließ und schließlich 1893 Johann Schrammel verschied, ging es stetig bergab, bis auch Josef Schrammel schließlich 1895 das Zeitliche segnete.
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